Ausbildungsberufe

Von der Schule auf die Schiene

Diverse Ausbildungsberufe, ein großer Bedarf an Nachwuchskräften, relativ sichere Arbeitsplätze und der Wille, sich auf die Wünsche der jungen Arbeitnehmer etwa nach besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzustellen, machen die Bahnbranche attraktiv für Neueinsteiger.

Allein die mehr als 600 Unternehmen des öffentlichen Personenverkehrs und Schienengüterverkehrs, die im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Mitglied sind, bilden in mehr als 40 Berufen aus. Dazu kommen die Ausbildungsmöglichkeiten in den mehr als 150 Mitgliedsunternehmen des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) selbst. Ein vielfältiges Feld, das auf den ersten Blick nicht unbedingt nach Eisenbahn aussehen muss – etwa bei Anlagenmechanikern der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Zerspanungsmechanikern, Bauingenieuren, Gebäudereinigern oder Elektrotechnikern. Darüber hinaus unterstützen die meisten Unternehmen ihre Mitarbeiter in der Weiterbildung, etwa zum Techniker, Verkehrsplaner, Fachwirt, Betriebswirt, Meister oder Master. Ebenso werden Arbeitsplätze im Ausland bei Tochterunternehmen, in internationalen Projekten oder im grenzüberschreitenden Verkehr angeboten.

Ausbildung ist auch eine Option für Abiturienten

Hochschulen stoßen an ihre Grenzen, Ausbildungsbetriebe nicht unbedingt. Sie suchen leistungsstarke Auszubildende, um ihren künftigen Fachkräftebedarf und den betrieblichen Führungsnachwuchs zu sichern. Dazu gehören auch Menschen, die sich die Doppelbelastung Ausbildung + Studium zutrauen. Die Bedeutung dualer Studiengängen nimmt zu.
Spätestens von 2020 an soll das Angebot an qualifizierten Fachkräften rein rechnerisch nicht mehr ausreichen, um den Bedarf zu decken. Untersuchungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) gehen davon aus, dass sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt für Jugendliche bereits kurzfristig weiter entspannt. Grund: die momentan guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, (noch) nicht der drohende Fachkräftemangel. Schwerpunktthemen sind die Durchlässigkeit, Transparenz und Anerkennung zwischen den verschiedenen Bildungswegen, besonders zwischen der beruflichen und der akademischen Bildung. Es gelte, möglichst viele Menschen möglichst breit und möglichst hoch zu bilden. Können sei entscheidend, nicht der Weg der Vermittlung.

Verkehr und Mobilität

  • Ob als Lokrangierführer, Lokführer, Fahrdienstleiter oder als Ansprechpartner der Kunden, die Verkehrsberufe sind das sympathische Gesicht der Bahn.

Die Verkehrsberufe sind die typischsten Bahnberufe, zumindest in der externen Wahrnehmung. Die hier tätigen Mitarbeiter stehen im Herzen des Dienstleistungsangebots der Bahn. Ob als Lokrangierführer, Lokführer, Fahrdienstleiter oder als Ansprechpartner der Kunden, die Verkehrsberufe sind das sympathische Gesicht nach außen und nehmen bei Service und Pünktlichkeit eine Schlüsselposition ein (Foto: AKN Eisenbahn AG).

Management und Service

  • Kaufmännische Berufe gibt es neben den typischen wie dem Kaufmann für Bürokommunikation oder dem Industriekaufmann eine Vielzahl in diesem Bereich.

Kaufmännische Berufe gibt es neben den typischen wie dem Kaufmann für Bürokommunikation oder dem Industriekaufmann eine Vielzahl in diesem Bereich. Interessenten für solche Berufe sollten gern planen, organisieren und mit Menschen zu tun haben. Die Aufgaben in diesen Berufen reichen von der Organisation der Büros über Marketing bis zum Sicherheitsschutz der Kunden (Foto: Rail.One GmbH).

Technik und Konstruktion

  • Jugendliche mit Interesse für Mechanik und Technik sowie einem Händchen für innovative Technik sind bei der Bahn genau richtig.

Technische Berufe machen einen großen Anteil an der Ausbildungsberufen in der Branche aus. Daher bieten sich hier auch enorm vielfältige und spannende Möglichkeiten. Jugendliche mit Interesse für Mechanik und Technik sowie einem Händchen für innovative Technik sind an dieser Stelle genau richtig. Dann bleibt nur die Entscheidung für den richtigen Beruf aus der vielfältigen Auswahl zu treffen (Foto: Voith GmbH).

Informatik und Elektronik

  • Die Bahnbranche bildet auch in IT-Berufen aus.

Die Bahnbranche bildet auch in IT-Berufen aus. Diese Mitarbeiter sind zuständig für die Programmierung von Fahrkartenautomaten, Internetplattformen etc.  In der Ausbildung lernen die Jugendlichen alles über die Entwicklung und Betreuung hochkomplexer IT-Systeme für nationale und internationale Kunden (Foto: DB AG / Max Lautenschläger).