Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Ein Beruf für schlaue Köpfe, denen Sicherheit eine Herzensangelegenheit ist

Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit unterstützen die öffentliche, private und betriebliche Sicherheit und Ordnung. Dabei führen sie vorbeugende Maßnahmen zum Schutz von Personen, Objekten, Anlagen und Werten in unterschiedlichen Bereichen durch. So findet man die Fachkraft für Schutz und Sicherheit im Pförtnerdienst, bei Kontrollgängen auf Betriebsgeländen ebenso wie bei Großveranstaltungen, im Verkehrsdienst oder im Personenschutz. Die Fachkraft für Schutz und Sicherheit wirkt außerdem bei der Installation und Inbetriebnahme von sicherheitstechnischen Anlagen und Einrichtungen mit.

Welche persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerber/innen mitbringen?

Mindestens einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Bildungsabschluss. (Hier können von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen festgelegt sein)

Gute Leistungen in Physik, Wirtschaft und Deutsch sind wichtig. Gute Englischkenntnisse wären ebenfalls von Vorteil.

Mitbringen sollten Auszubildende auch:

  • gutes mündliches Ausdrucksverhalten
  • räumliche Orientierung
  • Reaktionsgeschwindigkeit und Merkfähigkeit
  • Interesse an Rechtsfragen und Rechtskunde
  • Durchsetzungsvermögen
  • psychische und emotionale Stabilität
  • Konfliktfähigkeit
  • Verschwiegenheit
  • Sorgfalt
  • selbständiges und teamorientierte Arbeitsweise

Wie lange dauert die Ausbildung?

3 Jahre; eine verkürzte Ausbildung ist möglich! 

Welche Inhalte werden in der Ausbildung vermittelt?

Alles rund um die Themen:

  • Alarm- und Notrufzentrale
  • Bewachen und Beschützen
  • Brandschutz
  • Einlass- und Fahrzeugkontrolle
  • Einsatzrecht, -taktik und –planung
  • Fahrzeugkontrolle
  • Gefahrenabwehrund -analyse
  • Geld-, Wert- und Belegtransport
  • Hundeführen
  • Objekt- und Personenschutz
  • Personenkontrolle
  • Pförtnertätigkeit
  • Rettungsmaßnahmen und Erste Hilfe
  • Revier- und Separatwachdienst
  • Schusswaffenlizenz
  • Selbstverteidigung
  • Sicherheitstechnik
  • Sicherheitsvorschriften
  • Transportsicherung und -bewachung
  • Überwachungsaufgaben
  • Veranstaltungs- und Ordnungsdienst
  • Werkschutz

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Jeder Auszubildende erhält während seiner Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung  ist i. d. R. tariflich festgelegt. Sie kann je nach Bundesland, Region und Unternehmen abweichen.

Die Ausbildungsvergütung für diesen Ausbildungsberuf bewegt sich in einer Spanne zwischen 470 € bis 670 € (alte Bundesländer) und 380 € bis 520 € (neue Bundesländer).

Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden.

In welchen Aufgabengebieten sind Fachkräfte für Schutz und Sicherheit tätig?

  • Sie planen Maßnahmen zur Sicherung von Personen, Objekten, Anlagen und Werten und führen sie durch, z.B. Sicherung und Überwachung von Verkehrsbetriebsgeländen und Werkhallen,
  • übernehmen Pforten- und Empfangsdienst der Verkehrsbetriebsgelände
  • führen Streifendienste auf den Betriebsgeländen, Haltestellen, Bahnsteigen und in den Fahrzeugen sowie Betriebshöfen durch
  • führen präventive Gefahrenabwehr durch
  • entschärfen Konflikt- und Gefahrensituationen
  • beurteilen Gefährdungspotenziale und leiten Sicherungsmaßnahmen ein
  • überprüfen und überwachen die Einhaltung objektbezogener Schutz- und Sicherheitsvorschriften
  • überprüfen Brand- und Einbruchmeldeanlagen sowie Videoüberwachungsanlagen und leiten bei Mängeln entsprechende Maßnahmen ein
  • identifizieren Gefährdungspotenziale
  • überprüfen Rettungs- und Fluchtwege

Welche Karrieremöglichkeiten ergeben sich nach der Ausbildung?

Für Servicekräfte für Schutz und Sicherheit ist es im Laufe ihrer beruflichen Entwicklung wichtig stets auf dem fachlich aktuellen Stand zu bleiben und ihr Wissen dementsprechend kontinuierlich zu ergänzen, zu vertiefen und an neue Entwicklungen anzupassen. Hierzu zählen mitunter die Bereiche Sicherheitstechnik und Veränderungen im Kundenverhalten. Wenn sich Servicekräfte für Schutz und Sicherheit nach Ihrer Ausbildung auf ein bestimmtes Einsatzgebiet spezialisieren wollen, haben sie hierzu Möglichkeiten in den Bereichen Objekt- oder Personenschutz, Veranstaltungsschutz oder Verkehrsdienst.

Wer als Konstruktionsmechaniker/innen beruflich vorankommen möchte und z. B. in Expertenfunktionen aufsteigen möchte, muss im Vorfeld Qualifizierungen in anerkannten Weiterbildungsberufen absolvieren.

  • Meister/in für Schutz und Sicherheit
  • Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann auch studieren und an verschiedenen Fachhochschulen und Universitäten einen Bachelorabschluss im Bereich Sicherheitstechnik erwerben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man übrigens auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife ein Studium beginnen.