Fahrzeuglackierer/in

Der Beruf für Künstler, deren Werke tagtäglich mobil sind

Fahrzeuglackierer/in

Fahrzeuglackierer/innen beschäftigen sich hauptsächlich mit der Bearbeitung und Gestaltung von Fahrzeugoberflächen. Sie beurteilen Karosserie- und Lackschäden und bereiten Untergründe für die Lackierung vor. Sie gestalten Fahrzeugoberflächen und Aufbauten jeder Art mit Beschriftungen und Motiven, die sie mit Spritzgeräten und –pistolen, Pinsel oder Rolle und Schablonen oder Folien auftragen. Sie versiegeln Hohlräume und konservieren Oberflächen mit Pflegemitteln. Darüber hinaus reparieren, montieren und demontieren sie Bauteile und Systeme.

Welche persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerber/innen mitbringen?

Mindestens einen Hauptschulabschluss mit sehr guten Leistungen oder einen mittleren Bildungsabschluss. (Hier können von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen festgelegt sein)

Gute Leistungen in Werken/Technik, Chemie und Mathematik sind wichtig.

Mitbringen sollten Auszubildende auch:

  • gute Rechenfertigkeit
  • gutes Verständnis für mündliche Äußerungen
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • Interesse am Umgang mit technischen Geräten und Maschinen
  • Vorliebe zum Umgang mit Formen und Farben
  • Neigung zu handwerklichen und praktisch-zupackenden Tätigkeiten
  • Sorgfalt

Wie lange dauert die Ausbildung?

3 Jahre; eine verkürzte Ausbildung ist möglich! 

Welche Inhalte werden in der Ausbildung vermittelt?

Alles rund um die Themen:

  • Airless-Spritzen
  • Fahrzeugbeschriftung und –lackierung an Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe
  • Fahrzeugglasen
  • Karosseriearbeiten an Bussen, Bahnen, Pkw und Lkw
  • Korrosionsschutz
  • Lackieren der Busse, Stadtbahnen, Pkw und Lkw
  • Oberflächen beschichten
  • Schleifen
  • Schriftmalen und –zeichnen an Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe
  • Siebdruck
  • Spachteln
  • Untergrundbehandlung
  • Wartung, Reparatur und Instandhaltung

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Jeder Auszubildende erhält während seiner Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung  ist i. d. R. tariflich festgelegt. Sie kann je nach Bundesland, Region und Unternehmen abweichen.

Die Ausbildungsvergütung für diesen Ausbildungsberuf bewegt sich in einer Spanne zwischen 480 € bis 600 € (alte Bundesländer) und 370 € bis 490 € (neue Bundesländer).

Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden.

In welchen Aufgabengebieten sind Fahrzeuglackierer/innen tätig?

  • Sie richten Maschinen, Geräte, Werkzeuge und Anlagen ein und bedienen sie
  • prüfen und bereiten Untergründe an Bussen, Bahnen und Pkw und bereiten sie für die Endbeschichtung vor
  • beschichten, behandeln und gestalten Oberflächen der Fahrzeuge der Verkehrsbetriebe
  • stellen Beschriftungen, Designs und Effektlackierungen her
  • halten und setzen Oberflächen instand
  • führen Reparaturen, Montage und Demontage an Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe durch und bauen Fahrzeugverglasungen ein
  • prüfen elektrische, elektronische, pneumatische und hydraulische Bauteile und Systeme
  • bearbeiten Werkstoffe und Bauteile

Welche Karrieremöglichkeiten ergeben sich nach der Ausbildung?

Für Fahrzeuglackierer/innen ist es im Laufe ihrer beruflichen Entwicklung wichtig stets auf dem fachlich aktuellen Stand zu bleiben und ihr Wissen dementsprechend kontinuierlich zu ergänzen, zu vertiefen und an neue Entwicklungen anzupassen. Hierzu zählen mitunter die Bereiche Fahrzeugtechnik und neue Arbeitstechniken wie bspw. die Airbrush-Technik. Wenn sich Fahrzeuglackierer/innen nach Ihrer Ausbildung auf ein bestimmtes Einsatzgebiet spezialisieren wollen, haben sie hierzu Möglichkeiten in den Bereichen Lackreparaturen, Ganz- oder Umlackierungen, Optimierung von Lackierungsvorgängen oder spezielle Lackiermethoden.

Wer als Fahrzeuglackierer/innen beruflich vorankommen möchte und z. B. in Expertenfunktionen aufsteigen möchte, muss im Vorfeld Qualifizierungen in anerkannten Weiterbildungsberufen absolvieren.

  • Maler- und Lackierermeister/in
  • Industriemeister/in Fachrichtung Lack
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Farb- und Lacktechnik

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann auch studieren und an verschiedenen Fachhochschulen und Universitäten einen Bachelorabschluss im Bereich Farben und Lacke erwerben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man übrigens auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife ein Studium beginnen.

Quelle: VDV-Akademie e.V.