IT-System-Elektroniker/in

Der Beruf für Künstler/innen der modernen Kommunikation

IT-Systemelektroniker/in

Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker/innen (IT-Systemelektroniker/innen) planen und installieren Systeme der Telekommunikationstechnik, einschließlich der entsprechenden Geräte, Komponenten und Netzwerke und nehmen sie in Betrieb. Sie installieren die Stromversorgung und die Software und nehmen die Systeme in Betrieb. Sie realisieren kundenspezifische Lösungen durch Modifikationen von Hard- und Software. Neben der Wartung der Systeme analysieren sie außerdem Fehler und beseitigen Störungen. In Verkehrsunternehmen sind IT-Systemelektroniker u.a. für die IT-Planung, Realisierung und Überwachung von Leitstellen, Betriebshöfen, Werkstätten und Infrastrukturen zuständig.

Welche persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerber/innen mitbringen?

Mindestens einen Hauptschulabschluss mit sehr guten Leistungen oder einen mittleren Bildungsabschluss. Unternehmen freuen sich natürlich auch sehr über Abiturienten. (Hier können von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen festgelegt sein)

Gute Leistungen in Mathematik, Physik, Informatik und Werken/Technik sind wichtig. Gute Kenntnisse in Englisch sind ebenfalls von Vorteil.

Mitbringen sollten Auszubildende auch:

  • ein gutes mündliches Ausdrucksvermögen
  • gute Rechenfertigkeit
  • gutes Textverständnis
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • Interesse an Datenverarbeitung und Informatik
  • Neigung zu systematischem Denken und planvollem Handeln
  • Fähigkeit zu selbständigem und systematischem Arbeiten
  • Kundenorientierung

Wie lange dauert die Ausbildung?

3 Jahre; eine verkürzte Ausbildung ist möglich! 

Welche Inhalte werden in der Ausbildung vermittelt?

Alles rund um die Themen:

  • Datennetzinstallation
  • Elektronik und Elektrotechnik
  • Hard- und Softwareinstallation
  • Informations- und Computertechnik
  • Intranet- und Internettechnik
  • Mikrocomputer- und Mikroprozessortechnik
  • Nachrichten- und Kommunikationstechnik
  • Programmieren
  • Systemintegration
  • Wartung, Reparatur und Instandhaltung

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Jeder Auszubildende erhält während seiner Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung  ist i. d. R. tariflich festgelegt. Sie kann je nach Bundesland, Region und Unternehmen abweichen.

Die Ausbildungsvergütung für diesen Ausbildungsberuf bewegt sich in einer Spanne zwischen 740 € bis 860 € (alte Bundesländer) und 730 € bis 830 € (neue Bundesländer).

Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden.

In welchen Aufgabenbereichen sind IT-Systemelektroniker/innen tätig?

  • Sie planen kundenspezifische IT-Systeme und Kommunikationsnetze
  • installieren und konfigurieren Geräte und Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik
  • installieren Leitungen und Stromversorgungen und prüfen elektrische Schutzmaßnahmen
  • installieren Netzwerke und drahtlose Übertragungssysteme
  • stellen Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik unter Beachtung ergonomischer Gesichtspunkte auf
  • führen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Geräten und Systemen der Informations- und Telekommunikationstechnik durch
  • suchen und beseitigen Fehler mit Hilfe von modernen Diagnosesystemen
  • weisen Benutzer in die Bedienung der Systeme ein

Welche Karrieremöglichkeiten ergeben sich nach der Ausbildung?

IT-Systemelektroniker/innen werden sich auf Basis ihres breitgefächerten Wissens und ihrer Fähigkeiten spezialisieren, bleiben jedoch stets fachliche Generalisten. Sie sind, bedingt durch die Schnelllebigkeit moderner IT- und Kommunikationssysteme, gezwungen, sich regelmäßig und intensiv weiter zu qualifizieren.

Um in Unternehmen und der Branche beruflich voran zu kommen, in fachliche Expertenfunktionen oder Führungsfunktionen aufzusteigen, sind Qualifizierungen in anerkannten Weiterbildungsberufen notwendig.

Für IT-Kräfte gibt es ein spezielles Weiterbildungssystem, das seit einigen Jahren in Kraft ist. Der Aufstieg mit System in der IT-Weiterbildung beginnt als IT-Spezialist, entwickelt sich zum Operativen Professional und endet als Strategischer Professional. Die IT-Spezialisten als erste Karriereebene nach der Berufsausbildung umfassen 29 verschiedene Profile, die vier Operativen Professionals bilden die zweite Karriereebene und sind öffentlich-rechtliche Weiterbildungsabschlüsse. Sie bereiten auf Positionen der mittleren Führungsebene vor. Die Strategischen Professionals bilden die dritte Karriereebene, sind ebenfalls öffentlich-rechtliche Abschlüsse und qualifizieren für Positionen in Unternehmen, auf denen strategische Entscheidungen zu Geschäftsbeziehungen, Produktentwicklungen sowie zur Personalpolitik getroffen werden.

IT-Fortbildungsverordnung

Neben diesem speziellen IT-Weiterbildungssystem gibt es noch andere Weiterbildungsoptionen für ausgebildete IT-Systemelektroniker/innen, so z.B.

  • Industriemeister/in Fachrichtung Elektrotechnik
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Elektrotechnik Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Elektrotechnik Schwerpunkt Automatisierungstechnik
  • Technische/r Fachwirt/in

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann auch studieren und an verschiedenen Universitäten einen Bachelorabschluss im Bereich Elektronik erwerben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man übrigens auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife ein Studium beginnen.

Quelle: VDV-Akademie e.V.