Kaufmann/-frau für Verkehrsservice

Eine Herausforderung für Dienstleister und Kommunikationstalente

Kaufmann/frau für Verkehrsservice

Kaufleute für Verkehrsservice arbeiten in Personenverkehrsunternehmen oder in Verkehrsverbünden. Neben allgemeinen kaufmännischen Tätigkeiten sind ihre Aufgaben insbesondere im Kundendienst verortet. Je nach Schwerpunkt ihrer Ausbildung können sie in Service- und Verkaufsstellen eingesetzt werden, sind im Marketing tätig oder beraten Kunden direkt in Bus und Bahn. Weitere Einsatzgebiete finden sich in den Bereichen Sicherheitsmanagement.

Welche persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerber/innen mitbringen?

Mindestens einen sehr guten Hauptschulabschluss oder einen guten mittleren Bildungsabschluss. Unternehmen freuen sich natürlich auch über Abiturienten.

Gute Leistungen in Mathematik, Deutsch, Englisch und Wirtschaft sind wichtig.

Mitbringen sollten Auszubildende auch

  • Offenheit im Umgang mit Menschen
  • Konfliktfähigkeit
  • Freundlichkeit
  • Flexibilität und Mobilität
  • Eine systematische und selbständige Arbeitsweise
  • Eine gute mündliche und schriftliche Ausdrucksweise
  • Eine gute Rechenfähigkeit
  • Kommunikationsfreude.

Wie lange dauert die Ausbildung?

3 Jahre; eine verkürzte Ausbildung ist möglich! 

Welche Inhalte werden in der Ausbildung vermittelt?

Alles rund um die Themen

  • Beratung und Betreuung von Fahrgästen
  • Informations- und Kommunikationssysteme im öffentlichen Personenverkehr
  • Fahrgeldtarife und elektronische Verkaufs-, Zahlungs- und Abrechnungssysteme
  • Marketing
  • Einkauf und Materialwirtschaft
  • Kaufmännische Betriebsführung
  • Betriebliche Sicherheitstechnik

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Jeder Auszubildende erhält während seiner Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung  ist i. d. R. tariflich festgelegt. Sie kann je nach Bundesland, Region und Unternehmen abweichen. Die Ausbildungsvergütung für diesen Ausbildungsberuf bewegt sich in einer Spanne zwischen 550,- € bis 690,- € (alte Bundesländer) und 500,- € bis 620,- € (neue Bundesländer). Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden. 

In welchen Aufgabengebieten sind Kaufleute für Verkehrsservice tätig?

  • Sie beraten Kunden zu Verkehrsverbindungen, Reisewegen, Tarifen und verkaufen Fahrausweise
  • wirken bei der Planung von Marketing- und Werbemaßnahmen mit
  • sind im Reklamations- und Beschwerdemanagement tätig
  • realisieren Mobilitätsketten zwischen den verschiedenen Systemen des öffentlichen Personenverkehrs
  • organisieren, realisieren und überwachen Qualitätskontrollen in der gesamten Mobilitäts-Kette
  • führen Präventivmaßnahmen zur Gewährleistung von Sicherheit in Fahrzeugen, U-Bahn-Stationen, Bahnhöfen und Haltestellen durch
  • Bedienen und kontrollieren technische Service- und Sicherheitsmaßnahmen
  • sind in der Personalwirtschaft, Buchhaltung, im Finanz- und Rechnungswesen und der Betriebsorganisation tätig.

Welche Karrieremöglichkeiten ergeben sich nach der Ausbildung?

Kaufleute für Verkehrsservice werden sich nach ihrer Ausbildung in der Regel spezialisieren. Vielfältige Einsatzgebiete im Marketing, im Betriebsdienst, in den Bereichen Vertrieb, Kundenservice und Sicherheitsmanagement, im Finanz- und Rechnungswesen sowie in der Personalwirtschaft kommen in Frage.

Um in Unternehmen und der Branche beruflich voran zu kommen und zum Beispiel in Experten- oder Führungsfunktionen aufzusteigen, sind Qualifizierungen in anerkannten Weiterbildungsberufen notwendig.

  • Verkehrsmeister/in (VDV)
  • Mobilitätsberater/in ÖPNV
  • Geprüfte/r Verkehrsfachwirt/in (IHK), Fachrichtung Personenverkehr
  • Fachwirt/in für den Bahnbetrieb (IHK)
  • Fachkaufmann/frau Marketing (IHK)
  • Fachberater/in Vertrieb (IHK)
  • Personalfachkaufmann/frau (IHK)
  • Fachkaufmann/frau Büromanagement (IHK)
  • Controller ÖPNV (VDV)
  • Controller (IHK)
  • Meister/in Schutz und Sicherheit (IHK)

Verschiedene Betriebswirt/in-Ausbildungen für Verkehr, Touristik und Reiseverkehr und allgemeine Betriebswirtschaft an Fachschulen und Hochschulen

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann auch studieren und an verschiedenen Fachhochschulen und Universitäten einen Bachelorabschluss in geeigneten Studienfächern erwerben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man übrigens auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife ein Studium beginnen.

Quelle: VDV-Akademie e.V.