Kfz-Servicemechaniker/-in

Der Beruf für junge Leute, die ihr Herz an die Fahrzeugtechnik verlieren wollen

Kfz-Servicemechaniker/in

Kfz-Servicemechaniker/innen arbeiten überwiegend an der Instandhaltung von Fahrzeugen und führen Aus- und Umrüstungsaufgaben durch sowie standardisierte Wartungs-, Prüfungs- und Einstellarbeiten. Im Gegensatz zu den Kfz-Mechatroniker/innen beschäftigen sie sich hauptsächlich mit den klassischen Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten und nicht mit den elektronischen Steuerungs-, Navigations- und Sicherheitssystemen. So ersetzen sie bspw. Auspuffanlagen und Bremsanlageteile an Bussen, Lkw und Pkw. Sie diagnostizieren leicht lokalisierbare Fehler und Störungen und führen Pflegearbeiten an Kraftfahrzeugen aller Art durch.

Welche persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerber/innen mitbringen?

Mindestens einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Bildungsabschluss.

Gute Leistungen in Mathematik und Werken/Technik sind wichtig.

Mitbringen sollten Auszubildende auch:

  • ein gutes mündliches Ausdrucksvermögen
  • gute Rechenfertigkeit
  • gutes Textverständnis
  • Interesse an Technik und am Umgang mit technischen Geräten und Maschinen
  • Interesse an Kraftfahrzeugtechnik und -elektronik
  • Neigung zu praktisch-zupackenden Tätigkeiten

Wie lange dauert die Ausbildung?

2 Jahre; eine verkürzte Ausbildung ist möglich! 

Welche Inhalte werden in der Ausbildung vermittelt?

Alles rund um die Themen:

  • Auspuff-, Stoßdämpfer-, Reifen- und Bremsendienst
  • Fahrzeugdiagnose
  • Fahrzeugsysteme-Mechatronik
  • Karosseriearbeiten
  • Korrosionsschutz
  • Kraftfahrzeugelektrik und –elektronik
  • Kraftfahrzeugwartung und –reparatur
  • Kundenberatung und –betreuung, Kundendienst
  • Navigationselektronik
  • Personenkraftwagentechnik
  • Spur- und Sturzvermessung, -einstellung
  • Störungssuche
  • Unfallinstansetzung

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Jeder Auszubildende erhält während seiner Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung  ist i. d. R. tariflich festgelegt. Sie kann je nach Bundesland, Region und Unternehmen abweichen.

Die Ausbildungsvergütung für diesen Ausbildungsberuf bewegt sich in einer Spanne zwischen 530 € bis 580 € (alte Bundesländer) und 400 € bis 460 € (neue Bundesländer).

Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden.

In welchen Aufgabengebieten sind Kfz-Servicemechaniker/innen tätig?

  • Sie führen wiederkehrende Montage-, Demontage- und Instandsetzungsarbeiten an Bussen, Lkw, Pkw und Betriebseinrichtungen durch
  • führen Service- und Pflegearbeiten an Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe durch
  • warten Busse, Lkw und Pkw, Systeme und Betriebseinrichtungen und führen standardisierte Prüf- und Einstellarbeiten an ihnen durch
  • grenzen leichte Störungen und Schäden an Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe ein und beurteilen sie
  • rüsten Zubehör und Zusatzeinrichtungen aus und um
  • führen Kundengespräche
  • planen und kontrollieren Arbeitsabläufe
  • wenden qualitätssichernde Maßnahmen an

Welche Karrieremöglichkeiten ergeben sich nach der Ausbildung?

Die Ausbildung zum Kfz-Servicemechaniker kann das Sprungbrett für eine 3 bis 3,5jährige Ausbildung zum/r Kfz-Mechatroniker/in oder andere Ausbildungsberufe sein. Die beiden Ausbildungsjahre zum Kfz-Servicemechaniker können für die nachfolgenden Ausbildungsberufe angerechnet werden, so dass ein zusätzlicher Abschluss innerhalb von 18 Monaten möglich ist.

  • Kraftfahrzeugmechatroniker/in
  • Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in
  • Mechaniker/in für Karosserieinstandhaltungstechnik
  • Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik
  • Mechaniker/in für Land- und Baumaschinentechnik
  • Zweiradmechaniker/in Fachrichtung Motorradtechnik

Wenn sich Kfz-Servicemechaniker/innen nach Ihrer Ausbildung auf ein bestimmtes Einsatzgebiet spezialisieren wollen, haben sie hierzu Möglichkeiten u. a. in den Bereichen Kraftfahrzeugtechnik, Schweißtechnik, Kunststoffkunde und Arbeitssicherheit sowie im Pannen- oder Kundendienst.

Quelle: VDV-Akademie e.V.