Teilezurichter/-in

Der Beruf für Tüftler und Bastler

Teilezurichter/in

Teilezurichter/innen sind in der Herstellungs-, Instandhaltungs- und Montagetechnik im Metallbau tätig. Sie stellen Einzelteile an Werkzeugmaschinen nach technischen Unterlagen her und sind für die Maschinenpflege zuständig. Die Arbeit erfordert ein fundiertes Wissen über die Bearbeitung der verwendeten Metalle, die technischen Vorgänge und die Bedienung der Geräte, Maschinen und Anlagen. Teilezurichter gehen ihrer Arbeit hauptsächlich in Fertigungshallen und Werkstätten nach.

Welche persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerber/innen mitbringen?

Mindestens einen Hauptschulabschluss (hier können von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen festgelegt sein) oder einen mittleren Bildungsabschluss.

Gute Leistungen in Mathematik und Werken/Technik sind wichtig.

Mitbringen sollten Auszubildende auch:

  • gute Rechenfertigkeit
  • gutes Verständnis für mündliche Äußerungen
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • Interesse am Umgang mit technischen Geräten und Maschinen
  • Vorliebe zum Umgang mit Metall als Werkstoff
  • Neigung zu handwerklichen und praktisch-zupackenden Tätigkeiten
  • Neigung zu körperlichem Einsatz
  • Sorgfalt

Wie lange dauert die Ausbildung?

2 Jahre; eine verkürzte Ausbildung ist möglich! 

Welche Inhalte werden in der Ausbildung vermittelt?

Alles rund um die Themen:

  • Abkanten
  • Biegen
  • Blechbearbeitung
  • Gewindeschneiden
  • Maschinen- und Anlagenführung und –bedienung
  • Montage
  • Nieten
  • Sägen
  • Schmieden
  • Wärmebehandlung von Metall
  • Zerspanungstechnik
  • Zurichten

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Jeder Auszubildende erhält während seiner Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung  ist i. d. R. tariflich festgelegt. Sie kann je nach Bundesland, Region und Unternehmen abweichen.

Die Ausbildungsvergütung für diesen Ausbildungsberuf bewegt sich in einer Spanne zwischen 750 € bis 800 € (alte Bundesländer) und 740 € bis 790 € (neue Bundesländer).

Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden.

In welchen Aufgabengebieten sind Teilezurichter/innen tätig?

  • Sie be- und verarbeiten Metall spanlos (manuell und maschinell) bspw. anreißen, körnen, kalt- oder warmbiegen, abkanten, knicken
  • be- und verarbeiten Metall spanend (manuell und maschinell) bspw. drehen, fräsen, hobeln, sägen, meißeln, schleifen
  • behandeln Werkstücke und Bauteile vor und nach
  • richten Bauteile für Maschine, Apparate, Geräte, Werkzeuge oder Vorrichtungen für den Zusammenbau
  • richten Werkzeuge und Werkstücke aus und spannen sie
  • montieren Bauteile und –gruppen mit Hilfe verschiedener Bearbeitungstechniken bspw. Schweißen, Vernieten, Falzen
  • pflegen Arbeitsgeräte, Maschinen und Einrichtungen und halten sie instand

Welche Karrieremöglichkeiten ergeben sich nach der Ausbildung?

Die Ausbildung zum Teilezurichter/in kann das Sprungbrett für eine 3 bis 3,5jährige Ausbildung zum/r Feinwerkmechaniker/in oder andere u. a. Ausbildungsberufe sein. Die beiden Ausbildungsjahre zum Teilezurichter können für die nachfolgenden Ausbildungsberufe angerechnet werden, so dass ein zusätzlicher Abschluss innerhalb von 18 Monaten möglich ist.

  • Feinwerkmechaniker/in
  • Industriemechaniker/in
  • Zerspanungsmechaniker/in
  • Konstruktionsmechaniker/in
  • Werkzeugmechaniker/in
  • Metallbauer/in
  • Verfahrensmechaniker/in Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik
  • Industriemeister/in Fachrichtung Metall

Wenn sich Teilezurichter/innen nach Ihrer Ausbildung auf ein bestimmtes Einsatzgebiet spezialisieren wollen, haben sie hierzu Möglichkeiten in den Bereichen spezielle Bearbeitungstechniken oder auf die Fertigung bestimmter Produktgruppen.

Quelle: VDV-Akademie e.V.