{"id":122,"date":"2021-07-26T15:53:09","date_gmt":"2021-07-26T13:53:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zukunftsbranche-bahn.de\/?p=122"},"modified":"2021-09-23T11:37:17","modified_gmt":"2021-09-23T09:37:17","slug":"frederik-leuwer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zukunftsbranche-bahn.de\/en\/erfahrungsberichte\/frederik-leuwer\/","title":{"rendered":"Frederik Leuwer &#8211; Student Maschinenbau an der RWTH Aachen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Frederik Leuwer schlie\u00dft in diesem Sommer sein Studium an der Rheinisch-Westf\u00e4lischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen ab. Als k\u00fcnftiger Maschinenbau-Ingenieur mit dem Schwerpunkt Schienenfahrzeugtechnik geh\u00f6rt er zu einer gefragten Gattung von Berufseinsteigern. In seiner Diplomarbeit entwickelt er zurzeit ein Konzept zum Um- und Ausbau des Bremsenpr\u00fcfstandes im Labor des Instituts f\u00fcr Schienenfahrzeugtechnik an der RWTH. \u201eDa steckt eine Menge Arbeit drin\u201c, sagt der angehende Diplom-Ingenieur im Gespr\u00e4ch mit Zukunftsbranche Bahn.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Den D\u00fcsseldorfer zog es direkt nach Abitur und Zivildienst zum Studium nach Aachen. Dort nahm er das Grundstudium im Fach Maschinenbau auf. In dem breiten Spektrum, das die RWTH in diesem Bereich bietet, war er sicher, etwas zu finden, das ihn interessiert. \u201eDie RWTH ist im Ingenieurbereich unheimlich breit aufgestellt. Es gibt sehr viele Vertiefungsm\u00f6glichkeiten, f\u00fcr die man sich entscheiden kann\u201c, sagt Frederik Leuwer. Auch Freunde und Bekannte aus der Schulzeit empfahlen ihm die Hochschule in Aachen. In der Oberstufe hatte er seine Hauptf\u00e4cher weitgehend nach pers\u00f6nlichem Interesse gew\u00e4hlt. Ein Leistungskurs Mathematik war dabei. Das sei zwar nicht zwingende Voraussetzung f\u00fcr das Maschinenbaustudium, \u201eaber es hilft schon weiter\u201c, sagt der 28-j\u00e4hrige Absolvent heute.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Komplexe Technik<\/strong><br>Nach dem Vordiplom w\u00e4hlte Leuwer die Vertiefungsrichtung Schienenfahrzeugtechnik. Im Vorfeld hatte er bereits Gelegenheit, sich aus erster Hand \u00fcber die verschiedenen Institute und ihr Studienangebot zu informieren. An Schienenfahrzeugen hatte er aber schon immer ein gro\u00dfes Interesse. Von Kindesbeinen an, sozusagen? \u201eAuf jeden Fall\u201c, sagt Leuwer. Es begann mit der Holzeisenbahn im Kinderzimmer und dem Onkel, der als technischer Zeichner in der Bahnindustrie arbeitet und fr\u00fcher regelm\u00e4\u00dfig gen\u00f6tigt wurde, ihm eine Stra\u00dfenbahn zu malen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wie komplex Schienenfahrzeuge aufgebaut sind, wie viel Technik zum Beispiel allein hinter der Spurf\u00fchrung oder den Drehgestellen steckt, hatte Leuwer vorher nicht erwartet. Auch die hohe Leistungsf\u00e4higkeit von Bahnfahrzeugen sei f\u00fcr ihn zun\u00e4chst \u00fcberraschend gewesen. \u201eWie viel mehr Power diese Z\u00fcge im Vergleich zu Autos haben, ist schon beeindruckend\u201c, sagt Leuwer. Im Hauptstudium lernte er nicht nur theoretisch, welch komplexe Technik in einer Lokomotive steckt. Im Labor gab es so verschiedene \u00dcbungen wie Gleislagemessungen, Zugkraftmessungen an einer Dampflokomotive oder Komfortmessungen in modernen Nahverkehrsz\u00fcgen. Mit Messger\u00e4ten und Laptop ausgestattet nahm die \u00dcbungsgruppe zum Beispiel Daten zum Fahrkomfort in einem Regionalexpress auf. Anschlie\u00dfend wurden die Ergebnisse mit der Fahrt im Kleinbus verglichen. \u201eDa packt man wirklich mal praktisch an. Das war schon sehr interessant\u201c, sagt Leuwer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"184\" src=\"https:\/\/www.zukunftsbranche-bahn.de\/wp-content\/uploads\/csm_LeuwerPruefstand_379b08fe5c.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1446\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Praktische Erfahrungen<\/strong><br>Teil seines Studiums an der RWTH sind insgesamt sechs Monate Praktikum. Sechs Wochen davon war er bei Siemens in Krefeld an der Produktion des neuen ICE\u00a03 f\u00fcr die Deutsche Bahn AG und verschiedener Regionalz\u00fcge beteiligt. Besonders interessant war es, die Arbeit des Ingenieurs an der Schnittstelle eines gro\u00dfen Produktes kennenzulernen. \u201eDie guten Kontakte des Instituts in die Industrie bieten den Studenten an der RWTH spannende Praktikumsm\u00f6glichkeiten\u201c, erkl\u00e4rt Leuwer. Als studentische Hilfskraft hatte er zudem Gelegenheit, an Forschungsprojekten des Instituts f\u00fcr Schienenfahrzeuge mitzuarbeiten und weitere wichtige praktische Erfahrungen zu sammeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis zu Abgabe der Diplomarbeit, die nach etlichen Klausuren und zwei Studienarbeiten den allerletzten Teil des Studiums bildet. Leuwer hat die Aufgabe \u00fcbernommen, den kompletten Umbau des institutseigenen Bremsenpr\u00fcfstandes zu planen. Das Ger\u00e4t soll f\u00fcr den Test bei h\u00f6heren Geschwindigkeiten und Lasten ausgebaut werden \u2013 eine anspruchsvolle und umfangreiche Aufgabe: Leuwer unterzieht den gesamten Pr\u00fcfstand einer Optimierung unter technischen Aspekten, muss dabei aber auch die Kosten ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Traumarbeitsplatz nach dem Studium? Am liebsten m\u00f6chte er in der Entwicklung und Konstruktion von Personenfahrzeugen arbeiten \u2013 ob Highspeed oder Regionalverkehr sei gar nicht so entscheidend. Aber auch das Umfeld und die Konditionen m\u00fcssten stimmen, meint Leuwer.<\/p>\n\n\n\n<p>Foto: RWTH Aachen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frederik Leuwer schlie\u00dft in diesem Sommer sein Studium an der Rheinisch-Westf\u00e4lischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen ab. 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