{"id":2022,"date":"2022-03-29T11:59:52","date_gmt":"2022-03-29T09:59:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zukunftsbranche-bahn.de\/?p=2022"},"modified":"2024-02-01T14:13:11","modified_gmt":"2024-02-01T13:13:11","slug":"reform-der-eisenbahner-ausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zukunftsbranche-bahn.de\/en\/nachrichten\/reform-der-eisenbahner-ausbildung\/","title":{"rendered":"Reform der Eisenbahner-Ausbildung"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Ausbildungs-Beruf des Eisenbahners im Betriebsdienst (m, w, d) wird reformiert. Die entsprechende Verordnung wurde k\u00fcrzlich im Bundesgesetzblatt ver\u00f6ffentlicht. Zum August 2022 hin beginnt damit eine &#8220;neue \u00c4re bei der Eisenbahn&#8221;, wie Joachim Berends, Vizepr\u00e4sident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) betont. Der VDV hat die Neustrukturierung iniitiert und ma\u00dfgeblich begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Branchenverband hat mit seinen Partnern in nur zw\u00f6lf Monaten erfolgreich bewiesen, dass die Branche den Wandel aktiv begleitet und innovative, zukunftsgerichtete Berufsformate in k\u00fcrzester Zeit weiterentwickeln kann. Die neugeschaffenen Ausbildungsberufe bei der Eisenbahn bieten Nachwuchskr\u00e4ften abwechslungsreiche Jobperspektiven in der klimafreundlichen Mobilit\u00e4t. Mit der reformierten Berufsausbildung, die zum August 2022 beginnt, k\u00f6nnen die Auszubildenden ihr Berufsleben mit den Schwerpunkten Lokf\u00fchrer und Transport oder in der Zugverkehrssteuerung starten\u201c, so Berends weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit der Neuordnung Zahl der Auszubildenden steigern<\/strong><br>\u201eZiel ist es, mit dieser Neuordnung die aktuelle Zahl von 1.557 Auszubildenden branchenweit zu steigern, um dem dr\u00e4ngenden Personalbedarf bei den Eisenbahnverkehrs- und -infrastrukturunternehmen erfolgreich zu begegnen. Denn diese Zahl ist nicht ausreichend, gerade mit Blick auf die Zielstellungen, wie sie im Koalitionsvertrag auf Bundesebene f\u00fcr die Schiene formuliert sind\u201c, so Berends. \u201eDie Branche steht hier in der Verantwortung.\u201c Zu Beginn der dreij\u00e4hrigen Ausbildung erlernen die Auszubildenden zun\u00e4chst berufs\u00fcbergreifende Fertigkeiten, Kenntnisse und F\u00e4higkeiten, die allgemein f\u00fcr die T\u00e4tigkeit im Eisenbahnbereich ben\u00f6tigt werden. Im Anschluss erfolgt die Spezialisierung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spezialisierungen f\u00fcr die Lok oder im Stellwerk<\/strong><br>\u201eWir fahren da jetzt zweigleisig: Die T\u00e4tigkeitsprofile f\u00fcr Triebfahrzeugf\u00fchrer und im Bereich Fahrweg haben sich auseinanderentwickelt und lassen sich nicht mehr in einem einzigen Ausbildungsberuf darstellen. Mit zwei gesonderten Ausbildungen k\u00f6nnen die Kenntnisse und Fertigkeiten \u2013 etwa bei digitalen Simulationen \u2013 k\u00fcnftig zielgerichteter auf die Lernenden und deren Arbeitsgebiete abgestimmt werden\u201c, so der VDV-Vizepr\u00e4sident. Als Eisenbahner im Betriebsdienst Lokf\u00fchrer und Transport (m, w, d) steuern sie k\u00fcnftig Triebfahrzeuge f\u00fcr den Personen-, G\u00fcter- und Rangierverkehr. W\u00e4hrend ihrer Ausbildung sind sie bereits mitverantwortlich daf\u00fcr, ob alle Ger\u00e4te und Instrumente des Zuges reibungslos funktionieren. Zum Einsatz kommen hierbei die neuesten IT-gest\u00fctzten Techniken in den Fahrzeugen. Die duale Ausbildung als Eisenbahner (m, w, d) in der Zugverkehrssteuerung sorgt f\u00fcr das R\u00fcstzeug f\u00fcr die k\u00fcnftigen sicheren Weichensteller.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berufsausbildung gegen\u00fcber Studium aufwerten<\/strong><br>Vom ersten Tag an erlernen die Auszubildenden, wie Gleisanlagen aufgebaut und Bahn\u00fcbergangssicherungsanlagen bedient werden, wie Z\u00fcge gebildet werden und welche Voraussetzungen f\u00fcr die Betriebssicherheit vorliegen m\u00fcssen. Aufgrund der hohen Komplexit\u00e4t im Schienennetz gelangt die modernste Informationstechnologie zum Einsatz. Der Personalbedarf bei den Eisenbahnen ist auch in der Pandemie unver\u00e4ndert hoch. In der aktuellen branchenweiten VDV-Personalumfrage gaben 62 Prozent der teilnehmenden Eisenbahnen an, dass ihr Personalbedarf im Jahr 2021 gegen\u00fcber dem Vorjahr zugenommen hat, bei 38 Prozent blieb er unver\u00e4ndert; abnehmenden Personalbedarf verzeichnete keine Bahn. \u201eDie Perspektiven der angehenden Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sind angesichts des Personalbedarfs gl\u00e4nzend. Auch wenn die Verdienstm\u00f6glichkeiten im Branchenvergleich \u00fcberdurchschnittlich sind, m\u00fcssen wir diese Ausbildungen st\u00e4rker wertsch\u00e4tzen. Sie sind entscheidend f\u00fcr unseren Erfolg als Branche\u201c, so Berends abschlie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die vollst\u00e4ndige Verordnung kann <a href=\"https:\/\/www.bgbl.de\/xaver\/bgbl\/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;start=\/\/*[@attr_id=%27bgbl122s0426.pdf%27]#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl122s0433.pdf%27%5D__1648474237965\">hier<\/a> im Bundesgesetzblatt eingesehen werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Foto: Deutsche Bahn AG\/Michael Neuhaus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausbildungs-Beruf des Eisenbahners im Betriebsdienst (m, w, d) wird reformiert. Die entsprechende Verordnung wurde k\u00fcrzlich im Bundesgesetzblatt ver\u00f6ffentlicht. 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