Als Antwort auf den Klimawandel ist die Eisenbahn das Verkehrsmittel der Zukunft. Schienenverkehr ist leistungsfähig und umweltfreundlich, er ist die Lösung für künftige Mobilitätsherausforderungen. In den nächsten Jahren ist daher mit einem starken Wachstum des Eisenbahnsektors zu rechnen. Wer einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilitätszukunft leisten möchte, erhält an der Fachhochschule St. Pölten eine optimale akademische Ausbildung nach Wahl: Mit dem Bachelorstudium „Bahntechnologie und Mobilität“, dem Masterstudium „Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen“ oder dem internationalen Hochschul-Weiterbildungslehrgang „Europäische Bahnsysteme“.
Nach dem Realgymnasium beschloss Thomas Gerstenmayer im Bachelorstudium „Bahntechnologie und Mobilität“ zu inskribieren. „Ich war sofort begeistert von der umfassenden technischen Ausbildung im Eisenbahnwesen. In Kombination mit dem breiten Wissen über bahnbetriebliche Abläufe kann in St. Pölten Mobilität gesamthaft gedacht und angewendet werden“, ist Gerstenmayer überzeugt. So überzeugt, dass er nach Abschluss des Bachelorstudiums auch das berufsbegleitende Masterstudium „Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen“ absolvierte. Heute ist er bei der ÖBB-Infrastruktur AG im Geschäftsbereich Bahnsysteme als Projektleiter für den ETCS-Rollout tätig.
Die Studiengänge sind besonders auf die Bedürfnisse berufstätiger Studierender zugeschnitten. Pro Semester findet 8 bis 10 mal Wochenendunterricht statt, und zwar von Freitagmittag bis Samstagabend, sowie zusätzlich in 2 Intensivwochen. Gerstenmayer studierte ein Jahr in der Vollzeit-Variante des Bachelor Studiengangs und absolvierte anschließend ein Berufspraktikum – es folgte eine Fixanstellung bei den ÖBB und der Wechsel in das berufsbegleitende Studienformat. „Mit einem guten Zeitmanagement ließ sich die Doppelbelastung von Beruf und Studium mit meinem Privatleben gut vereinbaren“, so Gerstenmayer.
St. Pölten hat direkte Tag- und Nachtzuganbindungen nach Deutschland und in die Schweiz. Die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums wird daher auch gerne von Studierenden aus diesen Ländern genutzt.
Bachelor „Bahntechnologie und Mobilität“
Der Bachelor Studiengang ermöglicht den Studierenden, die Systemzusammenhänge im Eisenbahnwesen zu verstehen und zu erklären. Dazu gehören Eisenbahnbetrieb, Bahnbau, Energie- und Signaltechnik, Gesamtverkehr, Umwelt und Klima, Recht und Wirtschaft, aber auch wichtige Social Skills sowie Sprachen (z.B. Rail English). Der Praxisbezug und die enge Vernetzung mit Unternehmen und Expert*innen steht dabei im Mittelpunkt. „Die Dozent*innen haben vielfältige Praxiserfahrung und nehmen sich gerne Zeit für fachliche Diskussionen. Hoher Wert wird auf den Praxisbezug gelegt: Bei den Exkursionen konnte die praktische Anwendung der Lehrinhalte erlebt werden“, berichtet Gerstenmayer.
Eisenbahnen sind international vernetzte Systeme und Verkehrsströme enden nicht an den Grenzen. Darauf wird im Studium ein besonderer Schwerpunkt gelegt. In der Internationalen Eisenbahnbetriebswoche verbringen Studierende eine Woche bei Partnerunternehmen im benachbarten Ausland und reflektieren Systemunterschiede und -gemeinsamkeiten. „Immer mehr Studierende kommen aus benachbarten Ländern“, sagt Otfried Knoll, Studiengangsleiter und Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten. „Fundiertes Wissen untereinander auszutauschen, das persönliche Netzwerk zu formen und für verantwortungsvolle Jobs auszubilden ist unsere Mission, die unser Lehrenden-Team perfekt unterstützt.“
Master „Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen“
Im aufbauenden Masterstudium vertiefen sich die Studierenden in einem von fünf Wahlpflichtpfaden und stellen damit selbst die Weichen für die berufliche Zukunft. Die fünf Wahlpflichtpfade machen etwa die Hälfte des Studienplans aus und bieten die Möglichkeit, in diesem Gebiet zu echten Expert*innen zu werden. Aus Modulen in Systemtechnik, Energieversorgung, Fahrzeugtechnik, Bautechnik und Management kann ein individueller Lernpfad erstellt werden. „Ich habe mich für den Wahlpflichtpfad Management, Markt, Systemtechnik entschieden, da diese Vertiefung eine optimale Vorbereitung auf Managementtätigkeiten in Eisenbahnunternehmen und dem Umgang mit Behörden bietet“, so Gerstenmayer.
Hands on!
Im raiLab – dem Labor für Schienenverkehr an der FH – oder in Ausbildungseinrichtungen der ÖBB Infrastruktur AG stehen modernste Software zur Planung und Konstruktion von Bahnstrecken, zur Fahrplanerstellung, zur Simulation des Eisenbahnbetriebs aber auch Loksimulatoren oder elektronische Stellwerke zur Verfügung. Im Rahmen von Exkursionen werden jedes Semester zu unterschiedlichen Themen die spannendsten Schauplätze des Eisenbahnwesens besucht.
Ob er das Studium an der FH St. Pölten weiterempfehlen würde? „Ja, definitiv. Das Besondere ist die Einzigartigkeit der Studieninhalte und die Chance sich in der Branche weiterzuentwickeln“, berichtet Gerstenmayer. „Als Absolvent kennt man die Grundlagen und profitiert vom Systemwissen sowie der Fähigkeit, sich schnell in neuen Aufgabenstellungen zurechtzufinden. Das ist wichtig, um Herausforderungen bewältigen zu können und die Zukunft der Bahnbranche aktiv mitzugestalten.“
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